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Presse-Information Börsenverein des Deutschen Buchhandels Le jury de la Fondation du Prix pour la Paix des éditeurs et libraires allemands a choisi cette année d’honorer l’écrivain algérien Assia Djebar. La remise du Prix aura lieu pendant la Foire du Livre, le dimanche 22 octobre, à l’église Saint Paul de Francfort. In der Begründung der Entscheidung heißt es: « Der Buchhandel ehrt die algerische Schriftstellerin Assia Djebar, die dem Maghreb in der zeitgenossischen europäischen Literatur eine eindringliche Stimme gegeben hat. Sie hat mit ihrem Werk ein Zeichen der Hoffnung gesetzt für die demokratische Erneuerung Algeriens, für den inneren Frieden in ihrer Heimat und für die Verständigung zwischen den Kulturen. Den vielfältigen Wurzeln ihrer Kultur verpflichtet, hat Assia Djebar einen wichtigen Beitrag zu einem neuen Selbstbewusstsein der Frauen in der arabischen Welt geleistet. » La Fondation justifie ainsi sa décision : « Les éditeurs et libraires rendent hommage à l’écrivain algérien Assia Djebar qui a fait entendre avec force la voix du Maghreb dans le concert des littératures européennes contemporaines. Son œuvre nous dit son espoir dans le renouveau démocratique de l’Algérie, dans le retour de la paix intérieure dans sa patrie et dans le possible dialogue entre les cultures. Fidèle aux racines plurielles de sa propre culture, elle a largement contribué à une nouvelle prise de conscience des femmes dans le monde arabe. » Assia Djebar (eigentlicher Name: Fatma-Zohra Imalhayene) wurde 1936 in der Nahe von Algier geboren. Sie besuchte die Koranschule und die franzosische Grundschule, an der ihr Vater Franzosisch unterrichtete. Als erste Algerierin wurde sie an der Ecole Normale Supérieure in Paris zugelassen. In 1956, in den ersten Jahren des algerischen Unabhängigkeitskampfes, nahm sie am Streik des algerischen Studenten teil. Ihr Debüt als Romanschriftstellerin war der Roman « La Soif » (1957, deutsch, « Die Zweifelnde », 1993), den sie innerhalb von zwei Monaten wahrend der Studentenunruhen 1956 geschrieben hatte. « Les Impatients » (1958, deutsch « Die Ungeduldigen », 1959) spielt vor dem Unabhängigkeitskampf und handelt von einer jungen Frau, die sich in ihrer Familie gefangen fühlt. « Les Enfants du nouveau monde » (1962) erzahlt von algerischen Frauen, die eigene Forderungen entwickeln; die Heldin nimmt an kollektiven Aktionen zum politischen Wechsel teil. Die Themen Liebe und Kriege, Vergangenheit und Gegenwart werden auch in den nächsten Romanen weitergeführt. Wahrend des Befreiungskampfes arbeitete Assia Djebar als Journalistin und engagierte sich als Assistentin an der Universität von Rabat in zahlreichen algerischen kulturellen Initiativen. Anfang des 70er Jahre begann Assia Djebar klassisches Arabisch zu studieren, um ihre Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern. In ihren späteren Romanen bereicherte sie denn auch die franzosische Sprach durch Klange und Rhythmen des Arabischen. In den 70er Jahren experimentierte sie mit anderen künstlerischen Ausdrucksformen, arbeitete an vielen Theater und Filmproductionen mit dem Titel “Die Frauen von Algier” (deutsch 1994) Bucher, in denen Assia Djebar einerseits mit neuen Stilmitteln experimentiert, andererseits den Maghreb in seinen Facetten in Geschichte und Gegenwart einfängt.
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